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Zahnhypomineralisation: Ursachen, Symptome und wirksame Behandlungen bei Kindern

10 Min. Lesezeit

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Hypominéralisation dentaire

Hast du bemerkt, dass dein Kind weiße, gelbe oder braune Flecken auf den Zähnen hat? Es beschwert sich, wenn es etwas Kaltes trinkt, oder es sträubt sich, sich die Zähne zu putzen? Das könnte eine Zahn-Hypomineralisation sein, auch MIH genannt (Molar Incisor Hypomineralisation).


Dieses Schmelzproblem betrifft immer mehr Kinder und Jugendliche. Die betroffenen Zähne werden zerbrechlicher, empfindlicher, und sie ziehen mehr Karies an. Aber zum Glück gibt es Lösungen, um den Schmerz zu lindern und ihre Zähne zu schützen. Wir fassen in diesem Artikel alles zusammen.

Was ist eine Zahn-Hypomineralisation?

Die Zahn-Hypomineralisation ist ein Fehler bei der Bildung des Zahnschmelzes. Konkret fehlen den Zähnen Mineralien, vor allem Calcium und Phosphat. Der Zahnschmelz wird dadurch porös, brüchig, und weniger widerstandsfähig gegen alltägliche Belastungen.


Die häufigste Form ist die MIH, die vor allem betrifft:

  • Die ersten bleibenden Backenzähne,

  • Die bleibenden Schneidezähne,

  • Manchmal mehrere Zähne gleichzeitig.


Dieses Problem entsteht während der Zahnbildung, lange bevor die Zähne im Mund durchbrechen. Studien zufolge wäre die Hypomineralisation bei 10 bis 15 % der Kinder weltweit betroffen.


Denk daran, dass das nicht wie Karies ist, denn die Hypomineralisation hat nichts mit vernachlässigtem Zähneputzen zu tun. Es handelt sich einfach um eine Entwicklungsstörung des Zahnschmelzes.

Warum wird der Zahnschmelz brüchig?

Wenn er gesund ist, ist der Zahnschmelz sehr stark mineralisiert. Als Schutzschicht der Zähne wirkt er wie ein Schild gegen:

  • Die Bakterien,

  • Die Säuren, die in der Ernährung vorkommen,

  • Die Temperaturwechsel,

  • Die Abnutzung durch das Kauen.


Aber bei Kindern mit MIH ist dieser Zahnschmelz weniger dicht und weniger stabil. Er kann dann anfangen, Stück für Stück abzubröckeln, manchmal direkt nach dem Durchbruch des Zahns.


Diese Zerbrechlichkeit führt oft zu:


Kurz gesagt, diese hypomineralisierten Zähne verdienen von Anfang an besondere Aufmerksamkeit.

Was sind die Symptome der Zahn-Hypomineralisation?

Die sichtbaren Anzeichen

Die ersten Anzeichen sind vor allem ästhetischer Natur, denn die Zähne können Folgendes aufweisen:

  • Weiße und matte Flecken,

  • Gelbe Stellen oder brauneStellen,

  • Ein etwas kreidiges Aussehen,

  • Ein Zahnschmelz, der leicht abbröckelt.


Die Farbe sagt viel über den Schweregrad aus: je mehr der Zahn ins Gelbe oder Braune tendiert, desto zerbrechlicher ist der Zahnschmelz. Manchmal brechen kleine Stücke des Zahnschmelzes direkt nach dem Durchbruch des Zahns ab, was an eine frühe Karies denken lassen kann.

Schmerzen und Empfindlichkeiten

Kinder mit MIH leiden oft unter Zahnempfindlichkeit und können Schmerzen durch Kälte und Wärme verspüren, beim Zähneputzen, beim Kauen, oder sogar beim Kontakt mit zuckerhaltigen oder säurehaltigen Lebensmitteln.


Manche Kinder vermeiden es sogar, sich richtig die Zähne zu putzen wegen des Unbehagens.

Welche Zähne sind betroffen?

MIH betrifft vor allem die ersten bleibenden Backenzähne sowie die bleibenden Schneidezähne. Seltener können auch die Eckzähne oder die Milchzähne betroffen sein. Die ersten bleibenden Backenzähne brechen etwa mit 6 Jahren durch, und meist bemerkt man zu diesem Zeitpunkt die ersten Anzeichen.

Was sind die Ursachen der Zahn-Hypomineralisation?

Vermutete Ursachen

Bisher kennt man die genauen Ursachen noch nicht. Aber Forscher vermuten, dass es sich vor allem um ein Problem handelt, das mit mehreren Faktoren zusammenhängt, wie zum Beispiel:

  • Krankheiten, die früh in der Kindheit auftraten,

  • Wiederholte HNO-Infektionen,

  • Hohes Fieber in den ersten Lebensjahren,

  • Die Einnahme bestimmter Antibiotika,

  • Probleme während der Schwangerschaft oder der Geburt,

  • Eine Belastung durch bestimmte Schadstoffe in der Umwelt.

Gibt es eine genetische Komponente?

Manchmal kann auch die Genetik eine Rolle spielen. Manche Studien zeigen, dass eine familiäre Veranlagung die Qualität des Zahnschmelzes beeinflussen könnte. Aber Achtung: MIH wird nicht zwangsläufig von den Eltern auf das Kind übertragen.

Kann man MIH vorbeugen?

Es gibt noch keine hundertprozentig sichere Methode, sie zu verhindern. Aber man kann trotzdem versuchen, die Risiken mit einigen guten Gewohnheiten zu senken:

  • Deine Schwangerschaft gut betreuen lassen auf medizinischer Ebene,

  • Tabak vermeiden,

  • Infektionen bei den Kleinen überwachen,

  • Von klein auf eine gesunde Lebensweise annehmen.

Wie diagnostiziert man eine Zahn-Hypomineralisation?

Die Anzeichen, die der Zahnarzt sucht

Die Diagnose erfolgt vor allem durch eine klinische Untersuchung beim Zahnarzt. Er achtet auf:

  • Ganz bestimmte Flecken auf den Milchzähnen oder den bleibenden Zähnen,

  • Ein Zahnschmelz, der zerbrechlicher wirkt als normal,

  • Kleine Absplitterungen oder Risse,

  • Eine starke Empfindlichkeit der Zähne.


Es ist wichtig, das nicht mit einer Karies oder einer Fluorose zu verwechseln, um die richtige Behandlung zu wählen.

In welchem Alter erkennt man MIH?

Im Allgemeinen wird MIH zwischen 6 und 8 Jahren erkannt, wenn die ersten bleibenden Backenzähne durchbrechen. Regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, früh zu handeln, bevor die Zähne noch mehr beschädigt werden.

Welche Behandlungen gibt es gegen Zahn-Hypomineralisation?

Remineralisierende Pflege

Wenn der Befall leicht oder moderat ist, kann der Zahnarzt Behandlungen vorschlagen, um den Zahnschmelz zu stärken: Fluoridlack, remineralisierende Gele, mit Fluor angereicherte Zahnpasten oder auch desensibilisierende Pflege. Diese Lösungen helfen, Schmerzen zu lindern und die Zähne besser zu schützen.

Zahnärztliche Restaurationen

Wenn der Zahnschmelz schon beschädigt ist, muss man manchmal zu Restaurationen übergehen: Composite, Inlays, Kinderkronen oder schützende Versiegelungen. Ziel ist es, den Zahn möglichst lange zu erhalten und dabei die Empfindlichkeit zu begrenzen.

Schwere Fälle

In den schwersten Fällen werden manche Zähne zu zerbrechlich, um erhalten zu werden. Eine Extraktion kann dann in Betracht gezogen werden, besonders bei stark betroffenen Backenzähnen. Diese Entscheidung sollte immer erst nach einer vollständigen kieferorthopädischen Untersuchung getroffen werden.

Wie schützt du zerbrechliche Zähne im Alltag?

Die richtigen Hygienegewohnheiten

Um deine Zähne zu pflegen, ist eine einfache, aber regelmäßige Routine entscheidend. Putz dir morgens und abends die Zähne mit einer Bürste mit weichen Borsten, mit sanften Bewegungen. Benutze eine fluoridhaltige Zahnpasta passend zu deinem Alter, und vergiss nicht die Besuche beim Zahnarzt.


Wenn du eine elektrische Zahnbürste benutzt, wähl eine mit Drucksensor: So vermeidest du, zu stark zu drücken.

Lebensmittel, die du vermeiden solltest

Bestimmte Lebensmittel können deine Zähne wirklich strapazieren: Sodagetränke, saure Bonbons, industrielle Säfte, alles, was sehr süß ist, und häufiges Naschen. Umgekehrt hilft der Verzehr von calciumreichen und zuckerarmen Lebensmitteln, gesunde Zähne zu behalten.

Empfohlene Produkte

Zahnärzte empfehlen oft fluoridhaltige Zahnpasten, remineralisierende Gele, geeignete Mundspülungen und natürlich Bürsten mit weichen Borsten. Die Wahl der Produkte hängt vor allem vom Alter und dem Empfindlichkeitsgrad der Zähne ab.

Mit einer Zahn-Hypomineralisation beim Kind leben

Psychologische und ästhetische Auswirkungen

Wenn die Schneidezähne deutlich sichtbare Flecken haben, kann das das Selbstvertrauen belasten, besonders im Jugendalter. Manche Kinder vermeiden es sogar zu lächeln oder fühlen sich in der Schule unwohl.


Der Zahnarzt spielt dann eine Schlüsselrolle, um das Kind zu beruhigen und ihm Lösungen vorzuschlagen, die das Aussehen seiner Milchzähne oder bleibenden Zähne verbessern.

Erfahrungsberichte von Eltern

Viele Eltern erzählen, dass sie die MIH erst recht spät entdeckt haben. Anfangs dachten manche, es handle sich um einfach mangelnde Hygiene oder frühe Karies. Aber sobald die Diagnose gestellt ist, versteht man besser:

  • Die Schmerzen, die immer wiederkommen,

  • Schwierigkeiten beim Zähneputzen,

  • Die Tatsache, dass die Zähne leicht brechen oder beschädigt werden.


Eine frühzeitige Behandlung in der Kindheit verbessert den Alltag deutlich.

Bedeutung der regelmäßigen Nachsorge

Hypomineralisierte Zähne müssen häufiger überwacht werden, um:

  • Den Verlauf der Läsionen überwachen,

  • Karies vorbeugen,

  • Die Pflege anpassen falls nötig,

  • Den Schmerz lindern.


Im Allgemeinen wird eine Kontrolle alle sechs Monate empfohlen.

Zahn-Hypomineralisation: wichtige Zahlen und Häufigkeit

Hier ein paar Zahlen, die zeigen, wie verbreitet die Zahn-Hypomineralisation (oder MIH) ist:

  • Weltweit schätzt man, dass 10 bis 15 % der Kinder betroffen sind.

  • Die Diagnose wird im Allgemeinen zwischen 6 und 8 Jahren gestellt.

  • Die bleibenden Backenzähne und die Schneidezähne sind die am häufigsten betroffenen Zähne.

  • Diese Kinder haben ein höheres Kariesrisiko als Kinder ohne MIH.

  • Ein häufiges Symptom: eine hohe Zahnempfindlichkeit.


Seit einigen Jahren stellen Gesundheitsfachleute einen Anstieg der Fälle fest, auch wenn man den genauen Grund noch nicht kennt. Die Forschung läuft weiter, um die Ursachen zu verstehen.

FAQ

Was ist MIH bei den Zähnen?

MIH ist eine Störung des Zahnschmelzes, die vor allem die bleibenden Backenzähne und Schneidezähne von Kindern betrifft. Kurz gesagt, der Zahnschmelz ist nicht so gut mineralisiert, wie er sein sollte.

Ist eine Zahn-Hypomineralisation gefährlich?

Das kann es werden, wenn man sich nicht darum kümmert. Zerbrechliche Zähne werden empfindlicher, schmerzhafter, und sie sind stärker gefährdet, Karies zu entwickeln.

Kann man einen hypomineralisierten Zahn behandeln?

Ja, auch wenn sich der Zahnschmelz nicht von selbst wieder aufbauen kann, gibt es Behandlungen, um den Zahn zu schützen, den Schmerz zu lindern und die geschwächten Bereiche zu reparieren.

Warum hat mein Kind gelbe Flecken auf den Zähnen?

Diese Flecken, ob gelb oder braun, können von einer Hypomineralisation des Zahnschmelzes kommen. Je dunkler die Farbe, desto zerbrechlicher ist der Zahnschmelz meist.

Was ist der Unterschied zwischen MIH und Karies?

MIH ist ein Fehler in der Bildung des Zahnschmelzes, während Karies eine durch Bakterien verursachte Zerstörung des Zahns ist.

Welche Zahnbürste bei MIH benutzen?

Man empfiehlt im Allgemeinen eine weiche Zahnbürste, um Schmerzen zu vermeiden und den bereits geschwächten Zahnschmelz zu schützen.

Welche Zahnpasta bei hypomineralisierten Zähnen?

Eine fluoridhaltige Zahnpasta, die auf das Alter des Kindes abgestimmt ist, wird oft empfohlen. Dein Zahnarzt kann auch spezifischere remineralisierende Pflegeprodukte vorschlagen.

Verschwindet MIH mit der Zeit?

Nein, beschädigter Zahnschmelz wird nicht spontan wieder normal. Aber mit einer guten Behandlung kann man die Komplikationen begrenzen.

Die Zahn-Hypomineralisation ist eine recht häufige Störung, die den Zahnschmelz von Kindern schwächt. Man erkennt sie oft an weißen, gelben oder braunen Flecken, und sie kann zu Schmerzen, Empfindlichkeit und einem höheren Kariesrisiko führen.


Auch wenn man die Ursachen noch nicht vollständig versteht, ermöglicht eine frühe Diagnose wirksame Lösungen: remineralisierende Behandlungen, zahnärztliche Restaurationen und eine regelmäßige Nachsorge.


Im Alltag sind eine sanfte Mundhygiene, angepasste Produkte und regelmäßige Zahnarztbesuche unerlässlich, um die betroffenen Zähne langfristig zu schützen.

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